Nachdem ein paar Tage ins Land gingen, habe ich heute das Abenteuer Sound in Angriff genommen, ein Kernelupdate durchgeführt und weitere Applikationen installiert.
1. Der Sound:
Um den Schleppi auch manchmal zum Musikhören zu nutzen, ging es heute an die Soundkonfiguration. Beim Soundsystem habe ich mich für ALSA entschieden.
Die Pakete (alsa-base und alsa-utils) waren schnell installiert, die Einrichtung dauerte dann (dank der Hardware) doch ein wenig länger. Im Notebook ist ein ESS1788-Chipsatz verbaut, der als ISA-Soundkarte erkannt wird. Das Modul machte am Anfang ein paar Probleme (alsaconf erkennt es als ess1688-Hardware; hier muss man eine moduloption "esstype=1788" ergänzen.
Danach mußte ich dem Standard-User auf dem Laptop noch der Audio-Gruppe hinzufügen, um den Zugriff auf /dev/snd/ zu ermöglichen und konnte dann zufrieden feststellen, daß der Sound funktioniert.
Als Anwendung ist bei mir aktuell mpg321 und mp3blaster installiert. Beides sind Konsolenprogramme, ersteres spielt normal mp3-Dateien ab, zweiteres Programm kann auch Internet-Streams abspielen (z.B. die Shoutcast-Streams von www.shoutcast.com).
Ergo habe ich als erstes meine diversen Shoutcast-Playlisten rüberkopiert und in das mp3blaster-listenformat (.lst) übertragen. Ergebnis: Sound läuft (sollte allerdings per Kopfhörer genossen werden, die kleinen Laptop-Boxen lassen von der Qualität her wie nicht anders erwartet zu wünschen übrig).
2. Kernelupdate
Ich weis aktuell gar nicht mehr, warum ich ein kernelupdate machen wollte - es hatte wohl etwas damit zu tun, daß ich die "Fn-Tasten" an meinem Laptop nuten wollte und diese bisher noch nicht angesprochen werden. Für alle Lilo-Nutzer: Nicht vergessen, nach dem Update die lilo.conf mit dem "initrd-Eintrag" zu ergänzen, sonst gibts Probleme beim nächsten Bootvorgang.
Das Update auf den 2.6.8er-Kernel ist mehr oder weniger erfolgreich verlaufen, dabei entstanden folgende Probleme:
- seit dem neuen Kernel Probleme mit dem dma-modus beim boot. Die Platten rennen zwar, jedoch scheint beim bootvorgang ein problem aufzutauchen, daß ich noch nicht genauer eingekreist habe. Die Lösung ist daher noch offen.
- probleme mit dem "mousedev"-modul zur anbindung der Maus. Das Modul wurde nach dem Kernelupdate nicht mehr beim bootvorgang geladen, daher machte der Xserver kurzzeitig probleme. Das Problem ist mittlerweile behoben, indem ich per "modconf" das modul wieder eingebunden habe (ebenso wie auch das entsprechende psaux-modul).
- die Swap-Partition war nach dem Update nicht mehr aktiviert. Die Reaktiviertung erfolgte per "makeswp -i /dev/hda1" und "swapon", danach gabs die Swap-Partition wieder. Ich habe den Fehler allerdings erst bemerkt, als ich per apt-get alsa installieren wollte und der Vorgang nach kurzer Zeit mit der Meldung "Out of Memory" abbrach.
Ein kurzer Blick per "free" offenbarte mir dann, daß das System nur mit den 48MB physikalischem Speicher arbeitete.
Der Kernel an sich läßt sich problemlos booten und das System läuft auch ohne weitere Probleme. Das dma-Problem hat sich bisher im laufenden Betrieb noch nicht bemerkbar gemacht. Einzig das Problem mit den Fn-Tasten besteht leider immernoch, so daß ich auch weiterhin noch keine Möglichkeit sehe, Helligkeit und Kontrast vernünftig einzustellen :-(
3. Weitere Applikationen
Aktuell habe ich noch xchm installiert. Grund waren zwei Bücher in elektronischer Form zum Thema Python. Es handelt sich bei .chm-Dateien zwar ursprünglich um Windows-Hilfedateien, sie sind allerdings in diesem Fall beide kleiner als die jeweiligen .pdf-Dateien desselben Buches. Aus Resourcengründen finden sich daher die .chm-Dateien auf dem Laptop wieder.
Außerdem wurde der vi durch vim ersetzt und bei selbigem das syntax-highlighting aktivert - man, kann vi auf einmal bunt sein *g*
Persönlich finde ich den vim komfortabler als den reinen vi, da man z.B. eine Modusanzeige und eine Positionsanzeige hat. Das Syntax-Highlighting ist zum Programmieren und auch zum Bearbeiten größerer Konfig-Dateien hilfreich.
Eine gute Dokumentation zum vim findet sich hier: http://vimdoc.sourceforge.net/htmldoc/help.html
4. xdm-Verschönerung
Heute war auch der Tag für ein wenig kosmetische Verschönerung des xdm-Anmeldemanagers. Das Einheits-Hintergrundgrau war mir zu langweilig und das Muster ist auf Dauer auch irritierend. Durch Änderungen in der .Xresources-Datei habe ich dem Anmeldefenster einen weißen Hintergrund verpaßt und durch Anlegen einer Xsetup_0-Datei (im Verzeichnis /etc/X11/xdm) mit folgendem Inhalt
Code:
#!/bin/sh
xsetroot -solid black
dem ganzen noch einen schwarzen Hintergrund verpaßt. Die neue Xsetup_0-Datei wird in der xdm-config-Datei (unter /etc/X11/xdm) wie folgt eingefügt (am Ende der Datei):
Code:
DisplayManager*setup: /etc/X11/xdm/Xsetup_0
In der Xresources-Datei kann man übrigens auch die Texte im Anmeldebildschirm den eigenen Wünschen anpassen.
Schwarze Hintergründe sind für Laptops übrigens auch praktisch, da sie stromsparender sind als helle Hintergründe *g*
5. Nächste Schritte:
- Fn-Tasten funktionsbereit machen
- dma-Problem der Festplatten beim Bootvorgang beheben
- Praxistauglichkeit von mp3blaster und python-Entwicklungsumgebung bei gleichzeitiger Nutzung testen
Wenn jemand zu den Funktionstasten oder dem dma-Problem eine Idee hat, nur her damit *g*
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