Testbericht Fujitsu Siemens Amilo Pi 3540 und SuSE

      Testbericht Fujitsu Siemens Amilo Pi 3540 und SuSE

      Hallo,

      ich hab' mir im Titel genanntes Notebook mit 4 GB Ram zugelegt und openSuSE dadrauf installiert. Dabei treten ein paar Probleme auf, die, wenn man erst mal die Lösung kennt, leicht zu beheben sind.

      Möchte man die 64bit-Variante installieren, oder auch nur die 64bit Live-CD ausprobieren, so hat man das Problem, dass der Kernel kaum richtig geladen wird und sich dann der Rechner einfach neustartet. Dieses Problem lässt sich einfach dadurch beheben, indem man

      Quellcode

      1. mem=4096m

      in den Bootoptionen übergibt.

      Die Swap-Partition ließ sich leider nicht anlegen. Ich hab' erst mal 2 GB Platz unformatiert gelassen und hoffe eine Swap-Partition später anlegen zu können. Wird natürlich dann hier berichtet.

      Am Ende der Installation scheitert dann die Konfiguration des Bootloaders. Bei mir hat's geholfen einfach den Bootloader in den MBR installieren zu lassen, alles andere hat nichts gebracht.

      Ansonsten scheint alles nativ unterstützt zu werden, auch die Scrollfunktion des Mauspads, die es unter Vista anscheinend nicht gibt, funktioniert hier einwandfrei.

      /Edit: Etwas zu früh gefreut. Ich konnte Audio CDs nur mit Programmen abspielen, die ich als root gestartet hatte.
      Lösung:

      Quellcode

      1. benne@linux-366q:~> ls -lh /dev/cdrom
      2. lrwxrwxrwx 1 root root 3 17. Mai 15:02 /dev/cdrom -> sr0
      3. benne@linux-366q:~> ls -lh /dev/sr0
      4. brw-rw----+ 1 root disk 11, 0 17. Mai 15:02 /dev/sr0
      5. benne@linux-366q:~> groups
      6. users dialout video


      Wie man sieht darf nur root und Nutzer der Gruppe disk CDs lesen und schreiben. Als einfacher User gehört man aber nur den Gruppen users, dialout und video an. Entweder man fügt dem Benutzer die Gruppe disk zu, oder ändert die Gruppe von /dev/sr0 in z.B. users.

      Quellcode

      1. benne@linux-366q:~> su -c "chgrp users /dev/sr0"
      2. Passwort:
      3. benne@linux-366q:~> ls -lh /dev/sr0
      4. brw-rw----+ 1 root users 11, 0 17. Mai 15:02 /dev/sr0

      Und alles ist gut. Das muss nur leider jedes Mal wiederholt werden.

      //Edit die zweite:
      Obiges Problem tritt anscheinend häufiger auf. Man kann sich mittelfristig abhilfe schaffen, in dem man die Datei

      Quellcode

      1. /lib/udev/rules.d/50-udev-default.rules

      editiert:
      Bei mir um Zeile 60 rum kommt dieses hier:

      Quellcode

      1. # block, tapes, block-releated
      2. SUBSYSTEM=="block", GROUP="[B]disk[/B]"
      3. SUBSYSTEM=="block", KERNEL=="sr[0-9]*", SYMLINK+="scd%n"

      Geändert in

      Quellcode

      1. # block, tapes, block-releated
      2. SUBSYSTEM=="block", GROUP="[B]users[/B]"
      3. SUBSYSTEM=="block", KERNEL=="sr[0-9]*", SYMLINK+="scd%n"

      wird die Audio CD eigentlich dauerhaft mit Gruppe "users" ins System integriert. Eigentlich deswegen, weil:

      Quellcode

      1. # do not edit this file, it will be overwritten on update


      Wenn ich 'ne bessere Lösung finde berichte ich das natürlich.

      Schönen Gruß,
      benne
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      AW: Testbericht Fujitsu Siemens Amilo Pi 3540 und SuSE

      Hallo Gemeinde,

      vielleicht denkt jetzt der ein oder andere, dass man sich ziemlich gut mit Linux auskennen muss, um so eine Lösung wie oben beschrieben mit der Datei /lib/udev/rules.d/50-udev-default.rules finden zu können.

      Das stimmt aber eigentlich gar nicht. Man muss nur wissen, wie man seine Infos richtig einsetzt. Wenn wir wollen, dass die Gruppenzugehörigkeit für /dev/sr0 anders gesetzt muss man ja nur die richtige Datei dazu finden. Mit dem Unix-Tool

      Quellcode

      1. grep

      lassen sich Dateien sehr angenehm durchsuchen. Wenn man jetzt noch weiß welche Tools für Devices zuständig sind hat man schon quasi gewonnen. Also die udev Verzeichnisse z.B. nach "sr[' durchsuchen lassen und schwupps hat man die richtige Stelle gefunden.
      ('sr[' anstatt von 'sr0' deswegen, weil das Tool vielleicht schon mal sr0 belegt hat und dann als nächstes sr1 und sr2 u.s.w. belegen will. Daher steht dann da für 'das nächst hohe zwischen sr0 und sr9' --> 'sr[0-9]". Bin mir nicht ganz sicher, aber hat vermutlich was mit regulären Ausdrücken zu tun. )

      Vermutlich geht so eine Lösungssuche auch besser, aber so hab' ich das jetzt gemacht ;)

      Ich hoffe das ermutigt manche dazu die Vorteile eines vollkonfigurierbaren Systems auch auszunutzen.

      Schönen Gruß,
      benne
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      Rein interessehalber:

      System wurde auch schon vollständig upgedatet?

      Das Problem mit dem optischen Laufwerk klingt nämlich verdächtig nach diesem Bug hier:

      pc-forum24.de/suse-stationaere…selmedien-dvd-cd-usb.html

      Normalerweise wird der Zugriff auf CD/DVD-Laufwerke über ACLs gelöst, die udev-Regel abzuändern ist also wirklich nur ein Workaround (wenn auch ein deutlich besserer als das Hinzufügen des Users zur Gruppe "disk").

      Greetz,

      RM
      "Programming today is a race between software engineers striving to build better & bigger idiot-proof programs and the Universe trying to produce bigger & better idiots. So far, the Universe is winning." (Rick Cook)

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      AW: Testbericht Fujitsu Siemens Amilo Pi 3540 und SuSE

      Quellcode

      1. benne@linux-366q:~> rpm -qa | grep hal
      2. hal-0.5.12-10.13.1


      Quellcode

      1. benne@linux-366q:~> ls -l /dev/sr0
      2. brw-rw----+ 1 root disk 11, 0 26. Mai 2009 /dev/sr0

      (Nachdem ich die udev-Regel wieder geändert habe)

      Schönen Gruß,
      benne
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      Die Berechtigungen sind so eigentlich in Ordnung:

      Quellcode

      1. l /dev/sr0
      2. brw-rw----+ 1 root disk 11, 0 25. Mai 13:02 /dev/sr0
      Wie gesagt, der Zugriff auf optische Medien wird zusätzlich über ACLs geregelt:

      Quellcode

      1. getfacl /dev/sr0
      2. getfacl: Removing leading '/' from absolute path names
      3. # file: dev/sr0
      4. # owner: root
      5. # group: disk
      6. user::rw-
      7. [B]user:Ich:rw-[/B]
      8. group::rw-
      9. mask::rw-
      10. other::---
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      benne schrieb:

      hmm.. ja geht jetzt. Aber eigentlich hatte ich gedacht ganz am Anfang ein Update gemacht zu haben. Na ja, war trotzdem schön wieder 'n bisschen am System gespielt zu haben, was sogar funktioniert hat ;)


      Beim zweiten Blick ist das auch besser so, denn Dein "Workaround" ist leider doch nicht -wie ich zuerst dachte- besser als der mit dem Hinzufügen zur disk-Gruppe.

      Mit der obigen Regel würde man jedem Mitglied der Gruppe "users" direkten Zugriff auf Hardwareebene (also z.B. mittels dd&co) geben, was genau das selbe potentielle Sicherheitsloch wie das Hinzufügen jedes Users zur Gruppe "disk" bohrt.

      Dummerweise betrifft die udev-Regel sämtliche Blockdevices, also auch alle Festplattenpartitionen.

      Greetz,

      RM
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      Hallo,

      ich habe heute die 11.3 installiert und zunächst gab es wieder die Schwierigkeit mit dem Neustarten des Rechners nach Laden des Kernels der Installations-CD, bzw. -DVD. Obige Lösung würde vermutlich wieder tun. Dieses Mal habe ich allerdings ein Bios-Update gemacht, und damit ist die Installation dann ohne Komplikationen so durchgelaufen.

      Schöne Grüße,
      benne
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