Thema geschlossen
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: (Suse) Das Xine/Kaffeine Video-Codecs/DVD-HowTo

  1. #1
    Administrator Avatar von Rain_Maker
    Registriert seit
    06.02.2006
    Beiträge
    5,459

    Ausrufezeichen (Suse) Das Xine/Kaffeine Video-Codecs/DVD-HowTo

    So Leute, damit ich und die anderen Helfer nicht immer das selbe schreiben müssen, weil diese Frage schon mehrfach aufgetaucht ist, hier ein kleines HowTo, wie ich mit einer frisch installierten SuSE 10.0 zu meinem Video/DVD-Vergnügen komme.

    1. Xine-Libraries von Packman besorgen:

    SuSE liefert aus lizenzrechtlichen Gründen eine "kastrierte" Version von Xine aus.
    Das auf der InstallationsCD/DVD mitgelieferte SuSE-Paket heisst "xine-lib" und sollte beim Installieren der Packman-Pakete, welche alle "libxine"-irgendwas heißen, automatisch entfernt werden.

    http://packman.links2linux.de/?action=124

    Hat man apt installiert und die Packman Repositories aktiviert, dann ist die Installation via apt (synaptic) am einfachsten.
    Ich gehe aber jetzt mal davon aus, daß a) die meisten Newbies apt/synaptic nicht haben/kennen und b) jeder, der apt einrichten kann, keine weiteren Tipps braucht, wie er sich die Pakete unter apt holt und ich deshalb keine weiteren Details nennen muss.

    Ohne apt kommt man am einfachsten über Yast an die Pakete, indem man ein Yast-Repository von Packman als Installationsquelle einbindet.

    Yast --> Software --> Installationsquelle wechseln --> Hinzufügen --> FTP -->

    Servername: ftp.gwdg.de

    Verzeichnis auf dem Server: pub/linux/misc/packman/suse/10.0

    und bestätigen.

    Dann noch dafür sorgen, daß diese Quelle aktiviert ist und auch aktualisiert wird (Buttons "Aktivieren oder Deaktivieren" und "Aktualisieren ein oder aus") und fertig.

    Anschließend ganz normal "Software installieren" in Yast anwählen und sich zunächst nicht wundern, wenn es eine Weile dauert, bis die Maske sich öffnet, denn Yast liest dann die Paketlisten auf dem Server von Packman ein.

    Am besten nach Paketen mit dem Namen "libxine" suchen und diese installieren (1 großes, mehrere kleine). Dabei sollte sich yast mit einem Paketkonflikt melden. Dieser Konflikt besteht - logischerweise - mit den Paketen "xine-lib" und sollten dadurch gelöst werden, daß die "xine-lib" Pakete entfernt und durch die "libxine"-Pakete von Packman ersetzt werden.

    2. Extra-Codecs besorgen.

    Damit man z.B. auch wmv-Dateien und andere mit Closed-Source Codecs kodierte Medien abspielen kann, holt man sich einfach das Codec-Paket von mplayer, denn xine kann auch damit umgehen.

    Auch das gibt es bei Packman.

    http://packman.links2linux.de/?action=046

    Wer wie oben die Paketquellen von Packman in Yast eingebunden hat, kann die Codecs analog über Yast installieren.

    Kleiner Tipp: Suchbegriff in Yast "w32" oder "codecs", das Paket sollte als

    w32codec-all-(irgendeinDatum)

    aufgeführt werden.

    2a. Kaffeine/Xine mit den neuen Codecs "bekannt" machen.

    a) Kaffeine starten und auf "Einstellungen --> xine Eingine Parameter" gehen

    b) links die Option "Decoder" auswählen auf den Reiter "Anfänger Optionen" klicken

    c) in das Eingabefeld Pfad zu win32-Codecs sollte Folgendes eingetragen werden (falls es nicht schon da steht):

    Code:
     /usr/lib/win32
    "Anwenden" klicken und fertig.

    3. DVD-Libraries installieren

    Um die Menüstruktur einer DVD auslesen zu können, muß eine Bibliothek installiert werden, welche diese Struktur in ein passendes Protokoll umsetzt. Dieses Protokoll nennt xine (und damit auch Kaffeine, da Kaffeine nur eine GUI für die xine-libraries ist) "dvd:/".

    Hierzu wieder bei Packman, die Pakete

    libdvdread

    und

    libdvdnav

    installieren. Nun sollten nicht kopiergeschützte DVDs abgespielt werden können (das sind aber heutzutage bei gekauften DVDs die wenigsten).

    4. libdvdcss2 installieren.

    Um auch kopiergeschützte DVDs anzusehen, muß diese Library auf dem System sein. Aus rechtlichen Gründen kann Packman dieses Paket nicht als Binary auf einem deutschen Server anbieten.

    Ein fertiges Binary gibt es aber bei Videolan:

    http://download.videolan.org/pub/libdvdcss/

    Dort nach der neusten Version suchen.
    Zur Zeit ist das die Version 1.2.9.
    In den Ordnern finden sich Quellpakete sowie rpm und deb Pakete, für SuSE brauchen wir das rpm, also:

    Edit (RM) Direkte Links zum rpm aus Gründen der Rechtssicherheit gelöscht

    Dort das Paket

    libdvdcss2-versionsname.i386.rpm

    herunterladen und anschließend als ROOT (!!) installieren.

    Das geht folgendermaßen am schnellsten:

    Konsole öffnen (KDE-Menü --> System --> Terminals)

    In das Verzeichnis wechseln, in dem sich die heruntergeladene Datei libdvdcss2-versionsname.i386.rpm befindet und dort zu Root werden.
    Ich gehe jetzt mal davon in meinem Beispiel aus, es gibt den User "User", welcher auf dem Rechner "Rechner" eingeloggt ist. Ausserdem hat der User "User" einen Ordner in seinem Home-Verzeichnis, welcher "Downloads" heißt.

    Ihr müsst natürlich die entsprechenden auf Euch angepassten Verzeichnisnamen eingeben

    Code:
    User@Rechner: -> cd /home/User/Downloads
    User@Rechner: -/Downloads> su
    Password: (hier tippt der User "User" nun das Root-Passwort ein und bestätigt mit Return)
    Rechner:/home/User/Downloads # rpm -Uvh versionsname.i386.rpm
    
    Preparing...                ########################################### [100%]
       1:libdvdcss2        ########################################### [100%]
    
    Rechner:/home/User/Downloads # exit
    User@Rechner: -/Downloads> exit
    Und fertig ist die Laube. In seltenen Fällen scheint die neuste Version von libdvdcss nicht zu funktionieren. Hier kann man ältere Versionen ausprobieren (vorher die nicht funktionierende Version von libdvdcss entfernen).

    Ein weiterer Tipp für alle Newbies. Man muß nicht immer den ganzen Namen eines Verzeichnisses/Befehls oder Dateinamens eingeben.
    Mit Hilfe der Tabulatortaste werden Namen automatisch ergänzt, sofern es nicht mehrere Möglichkeiten gibt.

    Wenn man z.B.

    cd Dow

    schon eingetippt hat, und es gibt keinen zweiten Ordner, dessen Name mit Dow beginnt, dann wird durch Drücken der Tabulatortaste automatisch zu

    cd Downloads

    ergänzt.

    Sollten mehrere Möglichkeiten bestehen, welche auf die eingegebene Zeichenkette passen, so werden diese durch ein erneutes Drücken der Tabulatortaste angezeigt. Probiert es doch einfach mal aus .

    So, nun sollten Kaffeine/Xine auch DVDs und so ziemlich alle Videoformate abspielen können.

    Greetz,

    RM

    P.S. Wer den MPlayer verwendet, der sollte zum DVDs-Abspielen zumindest die Schritte 3 und 4 durchführen.
    Geändert von Rain_Maker (15.04.2006 um 18:30 Uhr)
    "Programming today is a race between software engineers striving to build better & bigger idiot-proof programs and the Universe trying to produce bigger & better idiots. So far, the Universe is winning." (Rick Cook)

    Dies ist ein _öffentliches_ Supportforum, keinerlei Support per PN, EMail oder Instant Messenger.

    openSUSE 11.4 - 3.3.X-desktop - fluxbox 1.3.2

    For Windows-Problems - Reboot / For Linux-Problems - BE ROOT!
    (==> Und hier das wirkliche "Geheimnis meines Erfolges")

  2. #2
    Supermoderator Avatar von Raven24
    Registriert seit
    27.01.2006
    Ort
    Österreich, Wien
    Beiträge
    229

    Standard AW: Das Xine/Kaffeine Video-Codecs/DVD-HowTo

    Fragen und Probleme dazu bitte in einem neuen Thread öffnen, um die Übersicht zu bewahren...

    --> closed

  3. #3
    Moderator Avatar von spidy
    Registriert seit
    16.02.2006
    Beiträge
    756

    Standard AW: (Suse) Das Xine/Kaffeine Video-Codecs/DVD-HowTo

    Dieses How-To funktioniert auch mit Suse 10.1, allerdings wird die libdvdnav nicht benötigt.

    Cheers.

    Spidy


    Helfe Dir selbst, sonst hilft Dir keiner, gut, dass es nicht immer stimmt ! ;-)

    Never argue with an idíot, they drag you down to their level and beat you with experience !

    Non scholae, sed vitae, discimus !

  4. #4
    Administrator Avatar von Rain_Maker
    Registriert seit
    06.02.2006
    Beiträge
    5,459

    Standard AW: (Suse) Das Xine/Kaffeine Video-Codecs/DVD-HowTo

    Für openSUSE 10.2 sind ebenfalls nur die Repositories geeignet anzupassen, der Rest ist wie gehabt.

    ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/misc/packman/suse/

    Ich denke, das ist selbsterklärend, was man für 10.2 eintragen muß, wenn man sich das 1. Posting betrachtet und durchliest.

    Greetz,

    RM
    "Programming today is a race between software engineers striving to build better & bigger idiot-proof programs and the Universe trying to produce bigger & better idiots. So far, the Universe is winning." (Rick Cook)

    Dies ist ein _öffentliches_ Supportforum, keinerlei Support per PN, EMail oder Instant Messenger.

    openSUSE 11.4 - 3.3.X-desktop - fluxbox 1.3.2

    For Windows-Problems - Reboot / For Linux-Problems - BE ROOT!
    (==> Und hier das wirkliche "Geheimnis meines Erfolges")

  5. #5
    Administrator Avatar von Rain_Maker
    Registriert seit
    06.02.2006
    Beiträge
    5,459

    Standard AW: (Suse) Das Xine/Kaffeine Video-Codecs/DVD-HowTo

    Für openSUSE 10.3 kann man analog verfahren, wobei die Installationspfade natürlich anzupassen sind (10.3 als Verzeichnisnamen eingeben).

    Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung der Community-Repositories.

    (Siehe: Paketverwaltung mit Yast - openSUSE 10.3 )

    Packman lässt sich damit einbinden und dauerhaft nutzen, das Videolan-Repository wenn überhaupt nur temporär aktivieren um die libdvdcss2 zu installieren.

    Bei dauerhafter Aktivierung kann es zwischen den Paketen von Videolan.org und den selben Paketen von Packman "krachen".

    (Ich persönlich würde mir das RPM von Hand herunterladen und mit rpm -Uvh ins System klopfen, aber jeder wie er mag).

    Im Übrigen sind die w32-codecs nur noch in wenigen Fällen (mir ist bisher keiner untergekommen) nötig.

    Ich würde als alternative bzw. zusätzliche Pakete zu den proprietären Codecs die ffmpeg-Pakete von Packman installieren.

    fmpeg

    libffmpeg0


    Gerade für "64 Bitter" stellt dies eine Möglichkeit dar, ohne 32Bit-Anwendung auszukommen.

    Greetz,

    RM
    "Programming today is a race between software engineers striving to build better & bigger idiot-proof programs and the Universe trying to produce bigger & better idiots. So far, the Universe is winning." (Rick Cook)

    Dies ist ein _öffentliches_ Supportforum, keinerlei Support per PN, EMail oder Instant Messenger.

    openSUSE 11.4 - 3.3.X-desktop - fluxbox 1.3.2

    For Windows-Problems - Reboot / For Linux-Problems - BE ROOT!
    (==> Und hier das wirkliche "Geheimnis meines Erfolges")

Thema geschlossen

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

     

Ähnliche Themen

  1. Mini-HowTo WPA unter SuSE
    Von Rain_Maker im Forum SuSE Internetkonfiguration
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.11.2008, 16:55
  2. Exzellentes ndiswrapper-HowTo für SuSE 9.x/10.x
    Von Rain_Maker im Forum Linux-Howtos
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 26.03.2007, 18:55
  3. Exzellentes ndiswrapper-HowTo für SuSE 9.x/10.x
    Von Rain_Maker im Forum SuSE Internetkonfiguration
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 25.06.2006, 19:53
  4. (Gelöst) Installations Problem w32-codecs
    Von lothar48 im Forum SuSE Software installieren
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 24.03.2006, 17:40
  5. Das Xine/Kaffeine Video-Codecs/DVD-HowTo
    Von Rain_Maker im Forum SuSE Musik / Video / Foto
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 06.03.2006, 12:55

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87