
Zitat von
TypeRyder
Schauen wir uns doch als nächstes die Konfiguration von Netzwerkkarten an,
Gute Idee.

Zitat von
TypeRyder
hier gibt es ein paar kleine Unterschiede, soweit ich weiß. Jedoch werden wir aufzeigen, daß diese im Endeffekt nicht wirklich tragisch sind.
Jepp und Jepp.

Zitat von
TypeRyder
Wie bei SuSE auch, dienen ifconfig und iwconfig zur Kontrolle und Konfiguration der Netzwerkschnittstellen auf der Konsole.
Klares "Jein".
1. Ja, auf der Kommandozeile sind die Befehle gleich (alles andere wäre ja auch eine Überraschung).
2. Nein, die Einrichtung der Netzwerkschnittstellen erfolgt bei (open)SUSE schon länger mit der Anwendung "/sbin/ip" aus dem Paket "iproute2" statt mit "ifconfig" und "route", jedoch wird iwconfig für die meisten WLAN-spezifischen Kommmandos verwendet (bzw. wpa_supplicant für WPA-spezifische Parameter, das ist aber bei Debian das selbe).
Das Tool "ip" ist sehr mächtig aber auch deutlich "kryptischer" (vielleicht auch nur Gewohnheit, ich verwende auch meist ifconfig) als ifconfig, die Manpage
ist ein ziemliches "Monster".

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TypeRyder
Bei Debian liegen die Informationen über die Netzwerkkarten in einer Datei namens interfaces im Verzeichnis /etc/network.
Hier ist das (Vorurteil) "komplizierte Debian" deutlich einfacher gestrickt als das (Vorurteil) "DAU-freundliche" openSUSE, denn es gibt mehrere Konfigurationdateien für die "klassische" (zur Verwendung des NetworkManagers später noch ein paar Worte) Netzwerkeinrichtung mit den ifup/ifdown-Scripten.
- Es gibt für jedes Interface eine eigene Konfigurationsdatei ifcfg-XYZ in /etc/sysconfig/network/, die in etwa so aussieht:
Code:
BOOTPROTO='dhcp'
BROADCAST=''
ETHTOOL_OPTIONS=''
IFPLUGD_PRIORITY='10'
IPADDR=''
MTU=''
NAME='Intel PRO/Wireless 2200BG Network Connection'
NETMASK=''
NETWORK=''
REMOTE_IPADDR=''
STARTMODE='ifplugd'
UNIQUE='JNkJ.9J1F3mK3OuC'
USERCONTROL='yes'
WIRELESS_AP=''
WIRELESS_AUTH_MODE='open'
WIRELESS_BITRATE='auto'
WIRELESS_CA_CERT=''
WIRELESS_CHANNEL=''
WIRELESS_CLIENT_CERT=''
WIRELESS_CLIENT_KEY=''
WIRELESS_CLIENT_KEY_PASSWORD=''
WIRELESS_DEFAULT_KEY='0'
WIRELESS_EAP_AUTH=''
WIRELESS_EAP_MODE=''
WIRELESS_ESSID=''
WIRELESS_FREQUENCY=''
WIRELESS_KEY=''
WIRELESS_KEY_0=''
WIRELESS_KEY_1=''
WIRELESS_KEY_2=''
WIRELESS_KEY_3=''
WIRELESS_KEY_LENGTH='128'
WIRELESS_MODE='Managed'
WIRELESS_NICK=''
WIRELESS_NWID=''
WIRELESS_PEAP_VERSION=''
WIRELESS_POWER='yes'
WIRELESS_WPA_ANONID=''
WIRELESS_WPA_IDENTITY=''
WIRELESS_WPA_PASSWORD=''
WIRELESS_WPA_PSK=''
_nm_name='bus-pci-0000:02:04.0'
- Die meisten Optionen lassen sich dabei bei der Einrichtung über YaST eintragen, speziellere Dinge (die man als normaler User eher selten braucht) über den /etc/sysconfig-Editor oder eben direkt mit $EDITOR_IHRES_GERINGSTEN_MISSTRAUENS.
- Da es sehr viele Optionen gibt, befindet sich eine Datei ifcfg.template im selben Ordner, die eine ausführliche (und IMHO sehr gute) Dokumentation enthält.
- Gateway & Co. werden über die Einrichtungsdatei routes im selben Ordner gespeichert und es gibt auch bereits nach der ersten Änderung eine Datei routes.YaST2save mit den zuletzt gemachten Einträgen.
- In der Datei /etc/sysconfig/network/config können einige grundlegenden Einstellungen gemacht werden, so kann man hier z.B.
Code:
## Type: yesno
## Default: no
#
# Instead of the usual network setup (now called 'NetControl') you may also use
# 'NetworkManager' to control your interfaces.
#
# NetControl is what you were used to in SUSE Linux up to now. It has a wide
# range of configurations means for setting up any number of different virtual
# and real interfaces. It should be used if you:
# - want a static network setup
# - have many interfaces
# - need VLAN, bonding, bridging, multiple IP addresses
# - must restrict network control to root
# It may also switch interfaces automatically, but lacks a usable GUI for normal
# users.
#
# NetworkManager lets the user control interfaces and switches automatically if
# network interfaces lose/gain physical connection. It should be used if you:
# - move between networks frequently
# - want a GUI for network control
# Especially on mobile computers that use mainly one wired and one wireless
# interface NetworkManager will please you.
#
# If you are used to SCPM then you might probably stay with NetControl. But at
# least try NetworkManager, because it can replace SCPM in some usage scenarios.
#
NETWORKMANAGER=""
zwischen NetworkManager (yes) und ifup (no) umschalten.
Bei Debian müsste man AFAIK direkt in der /etc/network/interfaces arbeiten und dort die Schnittstellen bis auf "lo" kommentieren (ein # vor jede Zeile).
Man beachte die ausführlichen Kommentare zu jeder Option, für mich ein großer Pluspunkt und einer der Gründe, sich auch unter openSUSE "trotz YaST" mit den Konfigurationsdateien direkt zu befassen.
Das "trotz YaST" steht in Anführungszeichen, weil diese Kommentare sehr übersichtlich eingeblendet werden, wenn man mit dem /etc/sysconfig-Editor in YaST (zu finden im Untermenü "System") arbeitet, der nichts anderes macht, als ein Frontend für die Bearbeitung der entsprechenden Dateien zu liefern.
Code:
┌Konfigurationsoptionen──┐ /etc/sysconfig-Editor
│ │ ├──GLOBAL_PRE_DOWN_EX│ Aktuelle Auswahl: Network/Hardware/Config
│ │ ├──CHECK_DUPLICATE_IP│
│ │ ├──DEBUG │ Einrichten von: NETWORKMANAGER
│ │ ├──USE_SYSLOG │ no▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒▒v[Standard]
│ │ ├──MODIFY_RESOLV_CONF│
│ │ ├──MODIFY_NAMED_CONF_│ ┌────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ │ ├──MODIFY_RESOLV_CONF│ │Datei: /etc/sysconfig/network/config ┬
│ │ ├──CONNECTION_SHOW_WH┬ │ │
│ │ ├──CONNECTION_CHECK_B│ │Mögliche Werte: yes,no │
│ │ ├──CONNECTION_CLOSE_B│ │ │
│ │ ├──CONNECTION_UMOUNT_│ │Standardwert: no │
│ │ ├──CONNECTION_SEND_KI│ │ │
│ │ ├──MANDATORY_DEVICES │ │Neu zu startender Dienst: network │
│ │ ├──WAIT_FOR_INTERFACE│ │ │
│ │ ├──FIREWALL │ │Beschreibung: │
│ │ ├──LINKLOCAL_INTERFAC│ │ │
│ │ ├──IFPLUGD_OPTIONS │ │ Instead of the usual network setup (now called 'NetControl'│
│ │ ├──FORCE_PERSISTENT_N│ │) you may also use │
│ │ ├──NETWORKMANAGER │ │ 'NetworkManager' to control your interfaces. │
│ │ ├──NM_ONLINE_TIMEOUT │ │ │
│ │ └──NM_DISPATCHER │ │ NetControl is what you were used to in SUSE Linux up to now│
│ ├+─LDAP │ │. It has a wide │
│ ├+─Mail │ │ range of configurations means for setting up any number of │
│ ├+─Monitors │ │different virtual │
│ ├+─NIS │ │ and real interfaces. It should be used if you: │
│ ├+─NTP │ │ - want a static network setup │
│ ├+─News ┴ │ - have many interfaces ┴
│ ├+─Proxy │ │ - need VLAN, bonding, bridging, multiple IP addresses │
│ ├+─RPC │ │ - must restrict network control to root │
│ ├+─Remote access │ │ It may also switch interfaces automatically, but lacks a us│
│ ├+─Sound │ │able GUI for normal │
│ ├+─Subversion │ │ users. │
│ └+─WWW │ │ │
│─+─Other │ │ NetworkManager lets the user control interfaces and switche│
│─┬─System │ │s automatically if │
│ ├+─Auditing │ │ network interfaces lose/gain physical connection. It should│
│ ├+─Backup │ │ be used if you: │
└├──────────┤────────────┘ └────────────────────────────────────────────────────────────┘
[Abbrechen] [Hilfe] [Suchen] [Beenden] Einer Bearbeitung mit einem Editor von Hand steht natürlich nichts im Wege, allerdings ist gerade für jemanden, der sich noch nicht so gut auskennt, die Verwendung der Suche sehr praktisch. Des Weiteren steht ganz oben auch immer, welche Datei man da gerade editiert (so habe ich angefangen heraus zu finden, was sich wo befindet).
- Nameserver stehen (wie bei Debian auch) in der Datei /etc/resolv.conf.
Wie man also sieht, gibt es hier doch einige Unterschiede, nicht nur bezüglich der Dateinamen (das wäre ja trivial) sondern auch bezüglich Aufbau/Syntax der Konfigurationsdateien und bei einem genaueren Blick hinter die Kulissen stellt sich (und das wird noch öfters hier passieren) heraus, daß die "Anfängerdistri" openSUSE sehr komplex aufgebaut ist.

Zitat von
TypeRyder
Soweit ich weiß, sieht das bei SuSE ein kleines bisschen anders aus, hier bitte ich nun: Lizzard, übernehmen Sie *g*
+ done
Was sollen wir uns als nächstes "vornehmen", wie wäre es mit Paketverwaltung?
Over to you, Swirl ..... (gimme apt-get/aptitude or gimme Death!11111ELF)
Greetz,
RM
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