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Raphalon
Ursprünglich hatte ich das Problem, daß der Mountpoint unter /media _nicht_ entfernt wird, wenn man den Stick vor dem Runter- und wieder Hochfahren nicht extra entfernt. Somit hat er immer weiter mit -1, -2 usw. hochgezählt. Daher habe ich mich überhaupt erst mit dem Thema beschäftigt.
Das klingt für mich eigentlich nach einem Bug, denn das Aushängen aller gemounteten Dateisysteme sollte eigentlich beim Herunterfahren Teil der Routine sein.

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Raphalon
Dieses Problem hätte ich aber wohl nicht durch eine passende fdi-Regel gelöst. Somit kann ich auch mit der vom System bereits vorgegebenen Regel leben. Frage wäre, warum der Stick nicht "ordentlich" entfernt wird, samt Mountpoint unter /media!? Ist das ein Problem von HAL oder dolphin? HAL fungiert doch hier eigentlich nur als Kommunikationsschicht zu den angemeldeten Anwendungen. Wer macht das eigentlich unmount? Der Kernel?
Wie gesagt, klingt für mich nach dem "alltäglichen Bug", was noch hinzu kommt, die Tage von HAL sind mittlerweile auch gezählt, IIRC setzt 11.3 zumindest teilweise schon auf den Nachfolger device-kit und dessen "Unterbau", es kann also durchaus sein, daß hier ein "Übergangsproblem" besteht, da HAL noch nicht ganz ersetzt werden konnte.
Das Entfernen der Ordner ist das Feature, welches diese auf HAL basierenden Automounter übernehmen (sollten).

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Raphalon
Nachdem ich meinen Stick neu formatiert habe, wird jetzt genau dieses Label verwendet - mit entsprechendem Mountpoint. Warum ist das zu wenig eindeutig? Na ja, ist aber vermutlich eher Geschmackssache.
Jein, der Grund für meine Bedenken liegt darin, daß jeder auf HAL basierende Automounter zwar per default versuchen wird ein externes Medium unter /media/<LABEL> einzuhängen, aber auch jeder eine "Fallback"-Lösung braucht, wenn es kein Dateisystemlabel gibt und da ist so eine allgemeine Bezeichnung wie "usbstick" als Dateisystemlabel einfach ein potentieller Kandidat für Ärger.
Von pmount-hal weiß ich, daß es als Fallback "/media/usbdisk" verwendet, das ist schon ziemlich nahe dran, und je nach Anwendungsfall kann das sehr lustig werden, wenn jemand dann noch einen zweiten Stick einsteckt, oder gar, wenn jemand auf die Idee kommen sollte, seinem externen Datenträger auch ein Dateisystemlabel "usbstick" zu geben.

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Raphalon
Vorteil udev: Der Stick wird wie erwartet nach /media/usbstick gemounted.
Nachteil udev: HAL wird hier komplett umgangen. Das fuehrt dann dazu, dass z.B. der dolphin Dateibrowser den Stick nicht "unmounted" (wenn man ihn explizit dazu auffordert) mit der entsprechenden Fehlermeldung: org.freedesktop.org.Hal.Device.Volume.notMountedBy Hal: Device to umount is not in /media/.hal-mtab so it is not mounted by HAL
Ja, aber auch da kann man nachhelfen und vor allem dann udev sehr sinnvoll einsetzen, denn mittlerweile geht etwas, was nach meinen Erfahrungen zu Zeiten als ich das etwas unbeholfene HowTo zu den fdi-Regeln schrieb, noch nicht ging.
Man kann mittlerweile über udev+fstab im Zusammenspiel mit den üblichen "HAL-Automountern" sein Ziel erreichen, wenn man wirklich einen eindeutigen, festen Mountpunkt haben möchte aber auf die Bequemlichkeit des "Klicken zum Einhängen" nicht verzichten will.

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Raphalon
Allein aufgrund dieses Nachteils halte ich udev nicht für die bessere Lösung. Da verlasse ich mich eher auf das Standard-Verhalten mittels HAL.
Nun, "the best of both worlds" geht mittlerweile ganz einfach, udev wird verwendet, damit man ein eindeutiges Identifikationsmerkmal verwenden kann, HAL&CO haben mittlerweile keine Probleme mehr mit externen Medien, die man _passend_ in die fstab einträgt und der Benutzer dadurch mehr Flexibilität, was z.B. für Backupscripte (an diesen Anwendungsfall dachte ich) sehr nützlich sein kann.
Für meine eigenen USB-Medien mache ich das nämlich mittlerweile so.
a) Einen passenden (sic!) udev-Symlink verwenden, der das Device bzw. die jeweilige Partition eindeutig festlegt
b) Eintrag in die fstab, natürlich "noauto" und als Mountpunkt verwende ich _nicht_ irgendwas unter /media um "Zufälligkeiten" aus dem Weg zu gehen, wenn ein "unbekannter" Stick eingestöpselt wird
Das Mountkonzept erlaubt einem ja gerade diese Flexibilität also nutze ich sie auch zu meinem Vorteil.
Mal ein Beispiel:
Code:
# fdisk -l /dev/sdc
Platte /dev/sdc: 8061 MByte, 8061451776 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 980 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes
Disk identifier: 0x000df791
Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sdc1 1 249 2000061 b W95 FAT32
/dev/sdc2 * 250 265 128520 83 Linux
/dev/sdc3 266 980 5743237+ 83 Linux
8G-Stick, mal sehen, was udev da so angelegt hat.
Code:
ls -l /dev/disk/by-uuid/ |grep sdc
lrwxrwxrwx 1 root root 10 27. Nov 10:51 3a8bf57d-19a5-43f2-b8e6-7ca285e52dd0 -> ../../sdc3
lrwxrwxrwx 1 root root 10 27. Nov 10:51 604D-2722 -> ../../sdc1
lrwxrwxrwx 1 root root 10 27. Nov 10:51 c1095815-f468-4c3e-b481-f4a78c51759e -> ../../sdc2
und (für mich noch viel besser geeignet):
Code:
ls -l /dev/disk/by-id/ |grep sdc
lrwxrwxrwx 1 root root 9 27. Nov 10:51 usb-SanDisk_Cruzer_35136209D102EA3F-0:0 -> ../../sdc
lrwxrwxrwx 1 root root 10 27. Nov 10:51 usb-SanDisk_Cruzer_35136209D102EA3F-0:0-part1 -> ../../sdc1
lrwxrwxrwx 1 root root 10 27. Nov 10:51 usb-SanDisk_Cruzer_35136209D102EA3F-0:0-part2 -> ../../sdc2
lrwxrwxrwx 1 root root 10 27. Nov 10:51 usb-SanDisk_Cruzer_35136209D102EA3F-0:0-part3 -> ../../sdc3
Die UUIDS sind natürlich eindeutig, aber die können sich ändern, wenn man mal eine Partition formartiert, die Einträge in "/dev/disk/by-id" enthalten aber die Seriennummer des Sticks, was ich hier bevorzugen würde.
Mögliche fstab-Einträge für die FAT32-Partition auf dem Stick:
Code:
UUID=604D-2722 /extern//SANDISK1 vfat user,users,noauto,rw,noexec,nosuid,nodev,quiet,shortname=mixed,uid=1000,gid=100,umask=077,fmask=0177,dmask=0077,utf8,iocharset=iso8859-1
oder
Code:
/dev/disk/by-id/usb-SanDisk_Cruzer_35136209D102EA3F-0:0-part1 /extern/SANDISK1 vfat user,users,noauto,rw,noexec,nosuid,nodev,quiet,shortname=mixed,uid=1000,gid=100,umask=077,fmask=0177,dmask=0077,utf8,iocharset=iso8859-1
Man beachte, daß ich absichtlich _nicht_ nach /media/irgendwas mounten lasse, jedoch verwenden alle mir bekannten HAL-Mounter z.B. in dolphin/konqueror(KDE3) oder auch pmount nun den fstab-Eintrag.
Einziger "Nachteil" ist natürlich, daß die Ordner /extern und /extern/SANDISK1 da sein müssen und auch beim Aushängen nicht mehr gelöscht werden, aber da das nicht in /media liegt, kann ich damit leben, weil ich dadurch "Kollisionen" mit irgendwelchen "Fremdmedien" vermeide.
Greetz,
RM
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