Starten von Windows- und Linux-Systemen
mit dem Windows-Bootloader
2. Load-Image für Linux erstellen¹
Zunächst wird ein Bootimage für Linux (d.h. eine Datei mit dem Inhalt eines 512-Byte Bootblocks) erzeugt und dieses auf die erste Festplatte in die Windows-Partition kopiert, von wo aus es durch den Windows-Bootloader geladen und gestartet werden kann. Dazu muss zunächst Linux oder die Linux-Installation gestartet und der Bootloader "Grub" so konfiguriert werden, dass er das Bootimage nicht in den MBR der ersten Festplatte, sondern in die Root-Partition des Linux-Systems selbst schreibt.
Fall: Linux ist bereits installiert und kann direkt über das Auswahlmenü eines Bootloaders (Grub, Lilo o.a.) oder mit Diskette gestartet werden
Fall: Linux ist installiert, muss aber über die Installations-CD 1 gestartet werden. Dies geschieht mit
SuSE-Linux-CD 1 anbooten
Manual Installation auswählen
Sprache auswählen - OK
Tastatursprache auswählen - OK
Installation/System starten
Installiertes System starten
Linux-Partition, beispielsweise "hda3: reiserfs" auswählen - OK
Fall: Linux muss komplett neu installiert werden
In diesem Fall bei Installation des Bootloaders Grub als Ziel nicht den Master Boot Record (MBR) der ersten Festplatte auswählen, sondern die root-Partition des Linux-Systems selbst. Also wie oben etwa "hda3: reiserfs", falls Linux auf der dritten Partition der ersten Festplatte /dev/hda installiert ist (Die erste Partition auf dieser Festplatte ist typischerweise ein NTFS-Filesystem für die erste Windows-Installation).
Bei laufendem Linux
Start - System - Yast
System - Konfiguration des Bootloaders
Ort des Bootloaders - Bearbeiten
Bootsektor der Bootpartition (Linux, beispielsweise /dev/hda3) auswählen - Beenden
Anschließend wird das eben erzeugte Boot-Image auf den Datenträger (FAT/FAT32) kopiert:
mount /dev/fd0 /media/floppy (Diskette)
mount /dev/sda0 /media/floppy (USB-Stick)
dd if=/dev/hda3 of=/media/floppy/bootsek.lin bs=512 count=1
Lesezeichen